Meinung


Worauf kommt es bei Digitalisierungsprojekten an?

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Low-Code, No-Code, Cloud & Co.: Müsste man allein anhand der Webseiten einiger Softwareanbieter schlussfolgern, was bei Digitalisierungsprojekten wirklich zählt, könnte man den Eindruck haben, dass die Menschen nicht dazugehören. Stimmt das?

Die Antwort lautet natürlich: es stimmt nicht. Gerade in der Lebensmittelbranche ist die menschliche Seite der Digitalisierung ganz ein ganz zentraler Erfolgsfaktor. In diese Kerbe schlägt auch Sven Friedli, der CIO unseres Kunden Bell Food Group. Im Interview mit mir sagte er: „ERP-Systeme gibt es viele, aber fast noch wichtiger sind die Berater, die sie einführen.“ Es braucht also mehr als eine gute Software.

Klar ist: Der Erfolg vieler unserer Kunden basiert auf dem Konzept einer IT-gestützten Daueroptimierung. Die funktioniert jedoch nur, wenn man die Menschen dabei in den Mittelpunkt stellt. Das ist kein Personenkult, sondern ein strategischer Ansatz – und der zeigt Wirkung: So berichtete Friedli von zwei sehr erfolgreichen IT-Projekten in Spanien. Dort gelang es, zahlreiche Probleme und Effizienzlücken in den Produktionsprozessen zu lösen. Eine Leistung, die nur möglich war, weil das Bell-Team und die CSB-Berater so gut zusammengepasst haben. Der CIO drückt es so aus: „Wir sitzen alle im selben Boot. Deshalb ist ein gemeinsames Verständnis von den Prozessen eines Lebensmittelverarbeiters so wichtig. Ein reiner IT-Spezialist ohne ausgeprägtes Branchenwissen kann uns kaum weiterbringen.“

Tatsächlich sind die Werke in den Schinkenregionen Extremadura und Kastilien-La Mancha inzwischen gut geölte Räderwerke. Der Umstieg von Papier hin zu einem digitalen Informationsfluss ist erledigt, beispielsweise bei der Bearbeitung von Rezepturen, bei Bestellungen, der Inventur oder der Rückverfolgung. Überflüssige Arbeitsschritte oder eine schlechte Datenqualität gehören damit der Vergangenheit an.

An diese Erfolge wollen Friedli und sein Team anknüpfen. Ihnen geht es darum, die Prozesse bei der Bell Food Group immer weiter zu verbessern und mit neuen Digitalisierungsmaßnahmen das Business des Lebensmittelkonzerns voranzubringen. An immerhin 19 Standorten setzen sie dabei schon auf die ERP-Software und die Manpower von CSB.

Wer also immer wieder darüber nachdenkt, wo der richtige Investitionsfokus liegen sollte und wie man Digitalisierungsprojekte zum Erfolg führt, dem sei gesagt: Natürlich muss man sich mit Technologietrends beschäftigen. Aber am Ende kommt es immer auch auf die Menschen an.

P.S. Sven Friedli hat noch viele andere spannende Sachen erzählt. Wer sich dafür interessiert – hier gibt es die ganze Story.

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